19. Juli 2026

Lisi und Thomas sitzen nebeneinander in einem Irish Pub in Helsinki und trinken ein Bier.

Die Menschen hinter der Bar

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Wie kommt ihr denn darauf, ein Irish Pub zu eröffnen?

Nun, wer uns kennt, den wird das Ganze nicht überraschen. Zu aller erst haben sich Lisi und Thomas in Halle/ Saale im „Irish Fiddler“ (dem besten Irish Pub der Stadt!) kennen gelernt – Lisi stand hinter dem Tresen und Thomas auf der Bühne – eine Geschichte wie im Film. 😉

Lisi sitzt auf einer der Basaltsäulen am Giant's Causeway in Irland. Sie trägt einen langen, roten Schal mit Tartanmuster.

Lisi war schon immer sehr an Irland interessiert. Also hat es sie nach der Schule für ein halbes Jahr auf eine irische Farm verschlagen. Dort hat sie die nettesten Menschen der Welt kennen gelernt, mit ihnen zusammen gearbeitet, gelacht, getanzt, musiziert und auch das ein oder andere Guinness getrunken. In ihrer dortigen Stammkneipe (der schönen Railway Bar in Clonmel) hat Lisi lernen dürfen, dass man Whiskey nicht in einem Zug hinunter kippt, wie die Barbaren, sondern dass man ihn Schluck für Schluck genießt. Mit ihrer Geige hat sie sich durch einige Sessions gefiddelt und ihre Schuhe beim Céilí zertanzt. Die Iren sind einfach so offen und herzlich, dass man nicht Nein sagen kann, wenn sie einen zum Mitmachen auffordern. Um danach ihr Studium der Musikwissenschaften in Halle zu finanzieren, brauchte sie einen Nebenjob. Also auf in den Irish Fiddler – wo man die Arbeit mit dem Angenehmen verbinden kann.

Thomas steht vor einer Wand aus Whiskeyfässern auf dem Gelände der Bushmills Destillery. Seine Haare stehen nach oben, weil es sehr windig ist.

Thomas war schon Ende der 1990er Jahre regelmäßig im Irish Fiddler zum Pub Quiz. Er hatte damals keinen großen Bezug zu Irland, aber die gemütliche, rustikale Atmosphäre des Pubs und die Menschen aus aller Welt, die man dort treffen kann, haben ihn immer schon beeindruckt. Ins Pub zu gehen, ist für ihn wie nach Hause zu kommen. Der Bezug zu Irland kam für Thomas erst mit einem guten Freund, dem Paddy. Der hat selbst auch einige Zeit in Irland verbracht und Land, Leute und die irische Musik lieben gelernt. Als er zurück nach Halle kam, brauchte es nicht viel um Thomas (alias „Taster“) zu überzeugen, eine Irish Folk Band zu gründen, welche sie dann „Die Greenhorns“ nannten. „Herr Fiedler“ und „Onkel F.“ komplettierten die Band und seither tingeln sie durch Pubs und Festivals in ganz Deutschland.

Mittlerweile hat Thomas Irland natürlich auch schon live und in Farbe – hauptsächlich grün – gesehen. Eine Tour mit Lisi einmal um die ganze Insel hat weitere fantastische Eindrücke von der irischen Kultur hinterlassen. Auch alte Freunde und Bekannte von Lisi haben wir wieder getroffen und hatten eine super Zeit zusammen. Die nächste Reise ist geplant und wir freuen uns sehr auf weitere interessante Ideen, die wir in unser Pub einfließen lassen können.

Und wieso wollt ihr das Pub On Wheels selbst bauen?

Die irische Musik und der Lifestyle sind sicher ein Grund ein Pub betreiben zu wollen, aber das ganze Ding nach seinen eigenen Ideen und Vorstellungen mit den eigenen Händen zu erschaffen, ist noch mal etwas ganz anderes. – Und warum nicht? Schließlich kommen wir doch beide auch aus Handwerksberufen.

Thomas als ausgebildeter Zimmerer hat schon den ein oder anderen Balken behauen und Holzverbindungen hergestellt. Bei der Arbeit während und nach der Ausbildung in verschiedenen Holzbau- und Dachdeckerfirmen konnte er viel Erfahrung sammeln, die für den Bau unseren kleinen Häuschens unbezahl- und unverzichtbar ist. Vor allem das Fachwerk hat ihn schon immer interessiert – eine ursprüngliche Bauweise aus Naturmaterialien, die die Jahrhunderte übersteht und einfach verdammt schön aussieht. Bauwerke zu errichten, die Wind und Wetter trotzen und dazu auch optisch eine Menge her machen, ist einfach eine tolle Sache.
Nach dem Studium hat Lisi noch eine Ausbildung als Geigenbauerin dran gehängt – weg vom Theoretischen und rein in die musikalisch-handwerkliche Praxis. Sie hat das Auge für’s Detail. Wie eine jede Geige ein Kunstwerk für sich ist – ob die Zeichnung der Holzmaserung oder die Nuancen im Lack – so sollen es auch viele Details in und um unser Pub herum sein. Mit Hingabe und viiiel Geduld Holzspäne zu produzieren und damit Formen aus Brettern und Balken zu schaffen, ist ihre Leidenschaft.

Von geschnitzten Säulen über verzierte Möbelstücke und von Hand gefertigte Einrichtungsgegenstände aus alten Whiskeyfässern – fast alles in unserem Pub wird unsere Handschrift tragen, was es zu etwas Einzigartigem macht. Keine Massenware – ein Unikat.

Mit der irischen Kultur und allem, was dazugehört, sowie dem Handwerk haben wir zwei unserer größten Interessen und Leidenschaften gefunden, die wir mit diesem Projekt kombinieren und realisieren können.

Wir können es selbst kaum erwarten, endlich im fertigen Pub On Wheels zu stehen und das erste Guinness zu zapfen…

Bis zum nächsten Blogeintrag – Lisi und Thomas

Where did you get the idea to open an Irish Pub?

Well, anyone who knows us won`t be surprised by this at all. First of all, Lisi and Thomas met in Halle/ Saale at the „Irish Fiddler“ (the best Irish Pub in town!) – Lisi standing behind the bar and Thomas on stage – a story straight out of a film. 😉

Lisi sitzt auf einer der Basaltsäulen am Giant's Causeway in Irland. Sie trägt einen langen, roten Schal mit Tartanmuster.

Lisi has always been very interested in Ireland. So, after finishing school, she ended up spending half a year on a farm in Ireland. There, she met the nicest people in the world, worked with them, laughed, danced, played music and drank one or two pints of Guinness, too. At her local pub (the lovely Railway Bar in Clonmel), Lisi learnt that you don`t knock back your whiskey in one go, like barbarians do, but that you savour it sip by sip. With her violin, she fiddled through a few sessions and danced the shoes off her feet at the céilí. The Irish are just too open and warm-hearted – you simply can`t say no when they ask you to join in. To fund her studies in musicology in Halle, Lisi needed a part-time job. So off she went to the Irish Fiddler – where you can combine work with pleasure.

Thomas steht vor einer Wand aus Whiskeyfässern auf dem Gelände der Bushmills Destillery. Seine Haare stehen nach oben, weil es sehr windig ist.

Thomas has been a regular at the Irish Fiddler for the famous pub quiz since the late 1990s. Back then, he didn´t have much of a connection to Ireland, but the cozy, rustic atmosphere at the pub and the people from all over the world that you can meet there have always impressed him. For him, going to the pub is like coming home. Thomas‘ connection to Ireland only really began with a good friend of his, Paddy. Paddy had spent some time in Ireland himself and had come to love the country, its people and the Irish music. When he returned to Halle, it didn’t take much to convince Thomas (aka „Taster“) to form an Irish folk band, which they then named „Die Greenhorns“. „Herr Fiedler“ and „Onkel F.“ completed the line-up and ever since they’ve been playing their way through pubs and festivals all over Germany.

By now, Thomas has of course seen Ireland live and in colour – mainly green. A tour with Lisi around the whole island left us with even more fantastic impressions of the Irish culture. We also met up again with some of Lisi’s old friends and had a brilliant time together. The next trip is planned and we’re really looking forward to more interesting ideas that we can incorporate into our pub.

And why do you want to build the Irish Pub yourselves?

Irish music and the Irish way of life are certainly one reason for wanting to run a pub, but to create the whole thing with your own hands based on your own ideas and visions is an entirely different story. – And why not? After all, we both have a background in the craft trades.

Thomas, as a trained carpenter, has already hewn a beam or two and made wooden joints. While working for different timber construction and roofing companies during and after his apprenticeship, he gained a lot of experience which is invaluable and essential for building our „tiny pub“. He has always been particularly interested in half-timbered construction – a traditional building method using natural materials, that lasts for centuries and simply looks absolutely beautiful. Building structures that withstand the elements whilst also looking stunning is simply a wonderful thing.

After completing her studies, Lisi went on to train as a violin maker – moving away from theory and into the practical world of music and craftmanship. She has a keen eye for detail. Just as every violin is a piece of art in itself – whether it’s the pattern of the wood grain or the nuances in the varnish – so too should be the many details in and around our pub. Her passion lies in producing wood shavings with dedication and a looot of patience and thereby shaping boards and beams.

From carved columns to ornate pieces of furniture and handcrafted furnishings made from old whisky barrels – nearly everything in our pub will bear our signature, making it truly unique. No mass-produced items – each one is one of a kind.

In Irish culture and all that goes with it, as well as craftmanship we’ve found two of our greatest interests and passions, which we can combine and realise with this project.

We can hardly wait to finally stand in the finished Pub On Wheels and pull the first pint of Guinness…

Until the next blog post – Lisi and Thomas